Neuste Einsätze

11.08.2019  um 17:09 Uhr  Feuer 2  Nr. 108: Brandentstehungsgefahr  mehr ...
11.08.2019  um 13:51 Uhr  Tech.Rettung 3  Nr. 107: Gleitschirmflieger abgestürzt  mehr ...
11.08.2019  um 10:19 Uhr  Tech.Rettung 1  Nr. 106: Tragehilfe für Rettungsdienst - vitale Bedrohung  mehr ...
09.08.2019  um 11:58 Uhr  BMA  Nr. 105: Ausgelöste Brandmeldeanlage ASB Seniorenzentrum  mehr ...

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Gemeinsames Atemschutzkonzept der Wehren Gernsbach und Weisenbach

Es ist Samstagvormittag. Ein Feuerwehrmann liegt regungslos auf dem Boden einer Halle. Das regelmäßige Zischen seines Atemschutzgerätes lässt erkennen, dass die Technik, die ihn mit Atemluft versorgt, immer noch funktioniert. Zwei weitere Feuerwehrmänner tasten sich bei schlechter Sicht langsam näher, finden den Kollegen und versuchen herauszufinden was ihm passiert ist.

Was der Alptraum für jeden Einsatzleiter darstellt, ist in diesem Fall jedoch gewollt. Die drei befinden sich nicht im Einsatz, sondern sind Teilnehmer eines Seminares, bei dem Atemschutzgeräteträger der Feuerwehren aus Gernsbach und Weisenbach gemeinsam die Rettung und Versorgung von verunfallten Kollegen trainieren.

Von den Verantwortlichen im Bereich Atemschutz der Wehren Gernsbach und Weisenbach wurde erkannt, dass eine einheitliche Standortweiterbildung und gemeinsames Training wichtig sind, um bei überörtlichen Einsätzen besser zusammenarbeiten zu können. Bereits vor zwei Jahren wurde deshalb ein gemeinsames Atemschutzkonzept erarbeitet, in dem das Vorgehen im Brandeinsatz standardisiert und ein Sicherheitskonzept festgeschrieben wurde, dass über die bisher geltenden Anforderungen der Feuerwehr-Dienstvorschrift hinaus geht. Mittlerweile hat sich der Kreis erweitert und fast alle Feuerwehren des oberen Murgtals werden künftig nach dem gemeinsamen Atemschutzkonzept arbeiten um lokale und überörtliche Einsätze sicherer und effektiver durchführen zu können. 

Kreisbrandmeister Heiko Schäfer begrüßt dieses Vorhaben.

Pro Jahr werden zusätzlich zu den normalen Proben drei Tagesseminare durchgeführt, an denen die Geräteträger die Inhalte des gemeinsamen Atemschutzkonzeptes in verschiedenen Praxisstationen vertiefen können. In diesem Jahr liegen die Schwerpunkte beim Absuchen von verrauchten Räumen, dem Öffnen von Wohnungstüren, der Handhabung einer Wärmebildkamera, verschiedene Rettungstechniken von verunfallten Kollegen und der Sicherstellung der Atemluftversorgung im Gefahrenbereich.

Dem verunfallten Atemschutzgeräteträger konnte schließlich unter den wachsamen Augen der übrigen Seminarteilnehmer die Atemluftversorgung gesichert werden, bevor er zum Abtransport vorbereitet wurde und die nächsten Teilnehmer an der Reihe waren.

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