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Einsatz 80 von 133 Einsätzen im Jahr 2019
Einsatzart: Feuer 5
Kurzbericht: Nr. 080: Dachstuhlbrand
Alarmierung Feuerwehr Gernsbach : Alarmierung per Digitaler Meldeempfänger

am 05.07.2019 um 01:47 Uhr

Einsatzende: 06:33 Uhr
Einsatzdauer: 4 Std. und 46 Min.
Fahrzeuge am Einsatzort:
(1/11) ELW 1 - Gernsbach (1/11) ELW 1 - Gernsbach
(1/10) KdoW - Gernsbach (1/10) KdoW - Gernsbach
(1/23) TLF 16/40/2 - Gernsbach (1/23) TLF 16/40/2 - Gernsbach
(1/46) HLF 20/20-2 - Gernsbach (1/46) HLF 20/20-2 - Gernsbach
(1/44) LF 16/12 - Gernsbach (1/44) LF 16/12 - Gernsbach
(1/74) GW/T - Gernsbach (1/74) GW/T - Gernsbach
(5/42) LF 8/6 - Obertsrot (5/42) LF 8/6 - Obertsrot
(3/42) LF 8/6 - Staufenberg (3/42) LF 8/6 - Staufenberg
(1/19) MTW - Gernsbach (1/19) MTW - Gernsbach
NEA (Netz Ersatz Anlage) - Gernsbach NEA (Netz Ersatz Anlage) - Gernsbach
(1/33) DLA (K) 23/12 - Gaggenau (1/33) DLA (K) 23/12 - Gaggenau

Einsatzbericht:

Am 05. Juli 2019 wurde die Feuerwehr Abteilung Gernsbach und die ELW Gruppe gegen 01:47 Uhr von der Leitstelle Mittelbaden, zu einem Dachstuhlbrand in die Beethovenstraße alarmiert.

Beim Eintreffen der Feuerwehr stellte sich folgende Lage dar.

Der Dachstuhl eines in zweiter Reihe stehenden Hauses stand im Vollbrand, das Feuer drohte auf daneben stehende Gebäude überzugreifen und sich weiter auszubreiten. Die im EG Wohnenden Bewohner konnten sich bis zum Eintreffen der Feuerwehr selbstständig in Sicherheit bringen. Ob sich der Bewohner der Dachgeschosswohnung noch in seiner Wohnung aufhält war nicht bekannt. 
Unmittelbar nach dem Eintreffen des HLF 20/20-2, dem TLF 16/40-2 und dem LF 16/12 wurde von mehreren Trupps unter Atemschutz mit mehreren C- Rohren eine Riegelstellung zum Schutz der Nachbargebäude aufgebaut und die Brandbekämpfung am Brandobjekt eingeleitet. Ein vordringen in das im Vollbrand stehende Dachgeschoss war nicht mehr möglich. Als die Drehleiter DLA (k) 23/12 der FW Gaggenau eintraf wurde diese auf der Straße vor dem Gebäude positioniert und mit ihr über das Dach gefahren, um mit dem am Korb angebrachten Wenderohr von oben her den Schutz des vorderen Wohnhauses gewährleisten zu können. Zur Unterstützung mit Atemschutzgeräteträgern wurden die Abteilungen Staufenberg und Obertsrot nach alarmiert und die eingesetzten Atemschutztrupps kontinuierlich ausgetauscht. Mit dem ELW 1 wurde vor Ort die Einsatzleitung aufgebaut und eingerichtet. Von hier aus wurden sämtliche Nachforderungen und die komplette Kommunikation während des Einsatzes durchgeführt. Ebenfalls wurde hier auch der Bereitstellungsraum für Atemschutzgeräteträger, sowie der Atemschutz Sammelplatz und die Verpflegungsstelle durch den DRK OV Gernsbach für die Einsatzkräfte eingerichtet. Mit dem GW/T wurden frische Atemschutzmasken, Lungenautomaten und volle Atemluftflaschen am Bereitstellungsplatz für Atemschutz, zum Tausch bereitgelegt. KBM Heiko Schäfer kam an die Einsatzstelle und machten sich vor Ort ein Bild über die Lage. Mit den Lichtmasten und der Umfeldbeleuchtung des HLF 20/20-2, der TLF 16/40-2 und dem NEA, sowie tragbaren Beleuchtungsgeräten wurde die Einsatzstelle großflächig ausgeleuchtet. Nachdem der Brand unter Kontrolle war mussten noch umfangreiche und kräftezehrende Nachlöscharbeiten durchgeführt werden. Unter Zuhilfenahme der Wärmebildkameras (WBK) wurden die noch vorhanden Glut- und Brandnester lokalisiert und gezielt abgelöscht. Da mit der Drehleiter nicht bis an das Objekt herangefahren werden konnte wurde mit einem Teleskoplader von einem Ortsansässigen Bauunternehmen und einem Gabelstapler, sowie Radladers des Bauhofes der Stadt Gernsbach der Brandschutt vom Gebäude entfernt und in einem Schuttmulde entsorgt. Aus dem Korb des städtischen Gabelstaplers aus wurden die Dachziegel mit dem Einreißhaken entfernt, und ebenfalls Nachlöscharbeiten durchgeführt. Nach und nach konnten die Einsatzkräfte aus dem Einsatz herausgelöst werden, um die verbrauchten Gerätschaften wieder einsatzbereit zu machen um die Fahrzeuge wieder bestücken zu können. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen bezüglich der Brandentstehung aufgenommen. Über den kompletten Einsatzzeitraum war die Beethovenstraße für den Verkehr voll gesperrt.

Die Aufräumungsarbeiten in der Feuerwehr ziehen sich noch einige Tage hin, bis alle Schläuche gewaschen und die Atemschutzgerätschaften wieder komplett einsatzbereit gemacht sind.

Da die Drehleiter der Feuerwehr Gernsbach bedingt durch einen Unfall auf einer Einsatzfahrt sich zurzeit in der Werkstatt befindet und nicht einsatzbereit ist, wurde die Drehleiter (DLA (k) 23/12) der Feuerwehr Gaggenau, aufgrund der AAO (Alarm und Ausrückeordnung) automatisch mit dazu alarmiert.


Mannschaft:
37 FWA Gernsbach, 11 FWA Staufenberg, 10 FWA Obertsrot, 7 FWA Gaggenau

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